Influencer-Marketing umfasst Creator unterschiedlicher Größen und Formate. Diese Einteilung hilft bei der Auswahl.
Für die Einordnung werden häufig fünf Influencer-Kategorien verwendet.
Welche Kategorien sind das?
Die fünf wichtigsten Influencer-Typen
Hier ist ein kurzer Überblick.
Dieser Artikel erklärt die fünf Influencer-Typen, die Sie kennen sollten.
Die Kategorien unterscheiden sich vor allem bei Reichweite, Nähe zur Community und möglichen Kampagnenzielen.
Nach der Lektüre können Sie die unterschiedlichen Influencer-Typen besser einordnen.
So lässt sich leichter beurteilen, welche Creator zu Ihrer Marke und Ihrem Ziel passen.
Die fünf Influencer-Kategorien im Überblick
Mega-Influencer: mehr als 1 Mio. Follower
Makro-Influencer: 500.000-1 Mio. Follower
Mid-Tier-Influencer: 50.000-500.000 Follower
Mikro-Influencer: 10.000-50.000 Follower
Nano-Influencer: 1.000-10.000 Follower
Wichtige Fragen bei der Auswahl von Influencern
Eine 2015 veröffentlichte Econsultancy-Umfrage ergab, dass fast drei Viertel der Befragten die Suche nach dem passenden Influencer als größte Herausforderung im Influencer-Marketing nennen.
Econsultancy-Umfrage von 2015 zur größten Herausforderung bei der Zusammenarbeit mit Influencern.
Welche Form der Zusammenarbeit bietet das beste Verhältnis von Kosten und Nutzen?
Welche Partnerschaft kann den besten Return on Investment erzielen?
Den passenden Creator zu finden, erfordert eine klare Auswahl und vergleichbare Kriterien.
Bei begrenztem Budget können kleinere Nischen-Accounts sinnvoll sein. Für eine langfristige Strategie kann dagegen ein Markenbotschafter besser passen. Entscheidend sind Ziel, Zielgruppe und Umfang der Zusammenarbeit.
Diese Fragen zeigen, warum eine gute Influencer-Partnerschaft nicht allein anhand der Follower-Zahl ausgewählt werden sollte.
Tipps für die Auswahl
- Die Wahl des Influencer-Typs sollte zu Budget, Zielgruppe und Kampagnenziel passen.
- Behandeln Sie die erste Zusammenarbeit als kontrollierten Test. Legen Sie Zielgruppe, Format, Budget, Laufzeit und gewünschte Handlung vor dem Start fest. Nutzen Sie für alle beteiligten Creator dieselben Messgrößen und dokumentieren Sie die Ausgangswerte, damit sich Reichweite, Interaktionen, Klicks oder Conversions später sinnvoll vergleichen lassen. Bewerten Sie die Ergebnisse erst nach dem vereinbarten Messzeitraum.
- Testen Sie Kooperationen mit einem klaren Budget, Zeitraum und messbaren Ziel. Welche Anzahl an Creatorn sinnvoll ist, hängt von der Kampagne ab.
Die Auswahl sollte nicht bei der Follower-Zahl enden. Prüfen Sie, ob Sprache, Region, Interessen und Altersstruktur des Publikums zur Kampagne passen. Lesen Sie Kommentare, kontrollieren Sie auffällige Wachstumssprünge und sehen Sie sich frühere Markenkooperationen an. So wird erkennbar, ob ein Creator glaubwürdig zum Produkt passt.
Die Größenkategorie ist nur ein Ausgangspunkt. Prüfen Sie zusätzlich die geografische Verteilung und Interessen der Zielgruppe, die Echtheit der Community, frühere Kooperationen, die Qualität der Inhalte und die Passung zur Marke. Legen Sie vorab fest, ob Reichweite, Interaktion, Leads oder Verkäufe gemessen werden sollen.
Was unterscheidet Influencer und Content Creator?
Beginnen wir mit den Grundlagen.
Influencer und Content Creator spielen beide eine wichtige Rolle im Influencer-Marketing.
Ihr Schwerpunkt und ihre Arbeitsweise können sich jedoch unterscheiden.
- Influencer bauen häufig eine persönliche Marke auf und pflegen den Austausch mit ihrem Publikum über verschiedene soziale Plattformen.
- Content Creator konzentrieren sich auf die Entwicklung eigener Inhalte, etwa Videos, Bilder oder Podcasts.
Creator auf Instagram, TikTok und YouTube können jeweils unterschiedliche Formate und Zielgruppen bedienen.
Im Folgenden stellen wir die fünf Influencer-Typen vor.
Mega-Influencer 🌟 (mehr als 1 Mio. Follower)
Mega-Influencer gehören zu den bekanntesten Kategorien und erreichen sehr große Communities.
Viele Mega-Influencer sind öffentlich bekannte Persönlichkeiten mit einer großen Community.
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Instagram-Reel von Selena Gomez.
Mega-Influencer werden häufig mit Prominenten gleichgesetzt. Sie erreichen Millionen von Followern und verfügen über eine sehr große Reichweite.
Beispiele für diese Größenordnung sind Cristiano Ronaldo und Selena Gomez.
Solche Persönlichkeiten können Trends, Kaufentscheidungen und die Wahrnehmung von Marken mitprägen.
Warum arbeiten Marken mit Mega-Influencern zusammen?
- Eine bekannte Persönlichkeit oder ein Markenbotschafter kann eine Marke in einer Kampagne vertreten.
- Wenn die Zielgruppe dazu passt, können Creator auch an der Entwicklung neuer Produkte mitwirken.
- Eine passende Zusammenarbeit kann die Wahrnehmung einer Marke unterstützen.
- Die Bekanntheit eines Creators kann die Sichtbarkeit einer Kampagne erhöhen.
- Verkäufe lassen sich nur mit passenden Zielen und geeigneten Messgrößen bewerten.
- Kampagnen mit großer Reichweite können die Wahrnehmung einer Marke bei mehr Menschen prägen.
Mega-Influencer James Charles und Kim Kardashian. Quelle: Getty Images.
Ihr Bekanntheitsgrad ist oft das Ergebnis von:
- ansprechende Inhalte
- eine aktive Präsenz
- passende Partnerschaften
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Viele Mega-Influencer erstellen visuell ausgearbeitete Inhalte, die auf die Interessen ihrer Community zugeschnitten sind.
Eine erkennbare persönliche Marke und regelmäßige Veröffentlichungen tragen zusätzlich zu ihrer Bekanntheit bei.
Ein weiterer Grund für ihre Beliebtheit ist ihre persönliche Marke, denn viele Mega-Influencer gründen eigene Unternehmen.
Unternehmen und Creator können gemeinsam Inhalte oder Produkte entwickeln, wenn Rolle, Vergütung und Nutzungsrechte klar vereinbart sind.
Die Marke Chamberlain Coffee der Mega-Influencerin Emma Chamberlain ist ein erfolgreiches Geschäftsprojekt.
Mit einem regelmäßigen Veröffentlichungsplan können Mega-Influencer ihr Publikum unterhalten und langfristig als vertraute Stimmen in ihrer Nische wahrgenommen werden.
Eine große Community kann für Marken relevant sein. Entscheidend bleiben jedoch Zielgruppe, Inhalte und Kampagnenziel.
Herausforderungen bei Kooperationen
1. Mega-Influencer müssen die Erwartungen ihrer Auftraggeber erfüllen, ohne das Vertrauen ihres Publikums zu verlieren.
2. Unpassende Produkte oder Inhalte, die weit vom gewohnten Thema abweichen, können die Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.
3. Bei großer Reichweite werden Transparenz, Werbekennzeichnung und die Authentizität der Inhalte besonders aufmerksam beurteilt.
4. Negative öffentliche Ereignisse rund um einen prominenten Partner können auch auf die beteiligte Marke zurückwirken. Deshalb gehört eine Risikoprüfung zur Auswahl.
Die Zusammenarbeit von Mega-Influencerin Chriselle Lim mit Volvo zeigt, wie wichtig eine stimmige Verbindung von Marke, Creator und Inhalt ist.
Klare Werbekennzeichnung und eine offene Kommunikation helfen Creatorn, die Erwartungen ihrer Community und der Marke transparent zu halten.
Mega-Influencer eignen sich vor allem für breite Aufmerksamkeit, große Produkteinführungen und kulturelle Sichtbarkeit. Eine große Reichweite garantiert jedoch weder relevante Zielgruppen noch Conversions. Marken sollten deshalb Publikumsdaten, frühere Inhalte, Markenpassung und mögliche Reputationsrisiken ebenso sorgfältig prüfen wie die reine Follower-Zahl.
Mega-Influencer können schnell eine große Öffentlichkeit erreichen, sind aber nicht automatisch die beste Wahl. Prüfen Sie, ob das Publikum tatsächlich in den Zielmärkten lebt, ob der Creator bereits direkte Wettbewerber beworben hat und ob die geplante Botschaft im üblichen Inhalt glaubwürdig wirkt. Für ein Nischenprodukt kann ein kleinerer, genauer passender Account effizienter sein. Dokumentieren Sie die Begründung für die spätere Auswertung.
Bei sehr großen Accounts sollte die Engagement-Rate nicht ohne Kontext bewertet werden. Vergleichen Sie mehrere aktuelle Beiträge, trennen Sie organische und bezahlte Inhalte und berücksichtigen Sie Videoaufrufe, Kommentare, Speicherungen und Klicks. Ein niedrigerer Prozentsatz kann bei großer Reichweite trotzdem viele Personen bedeuten, sagt aber noch nichts über die Zielgruppenpassung aus.
Bei großen Accounts kann die Engagement-Rate niedriger ausfallen als bei kleineren Communities. Vergleichen Sie deshalb Reichweite, Zielgruppe und aktuelle Kennzahlen im jeweiligen Bericht.
Makro-Influencer 💥 (500.000-1 Mio. Follower)
Makro-Influencer sind Content Creator mit einer großen Community von 500.000 bis 1 Million Followern.
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Instagram-Reel von Drew Gooden.
Zu dieser Kategorie können bekannte Persönlichkeiten, TV-Gesichter, Sportler und anerkannte Fachleute gehören.
Warum arbeiten Marken mit Makro-Influencern zusammen?
- Makro-Influencer produzieren häufig ausgearbeitete Inhalte und verfügen bereits über Erfahrung mit größeren Kooperationen.
- Influencer dieser Kategorie können bekannte Persönlichkeiten, Kreative oder Sportler mit einer etablierten Community sein.
- Die Kosten einer Kooperation unterscheiden sich je nach Creator, Umfang, Nutzungsrechten und Kampagnenziel.
- Diese Kategorie kann zu Marken passen, deren Zielgruppe und Kampagnenstil mit dem Creator übereinstimmen.
Herausforderungen bei Kooperationen
Makro-Influencer sind meist günstiger als Mega-Influencer, aber eine Zusammenarbeit kann weiterhin ein beträchtliches Budget erfordern. Neben dem Honorar beeinflussen Produktionsaufwand, Nutzungsrechte, Exklusivität, Laufzeit und Anzahl der Inhalte die Gesamtkosten. Ein klares Briefing und eindeutig vereinbarte Leistungen helfen, Angebote sinnvoll zu vergleichen.
1. Ihre Reichweite ist beträchtlich, doch Honorar, Produktion und Nutzungsrechte können ein entsprechend hohes Budget erfordern.
Eine Engagement-Rate ist nur im richtigen Kontext aussagekräftig. Vergleichen Sie Profile auf derselben Plattform, in einer ähnlichen Größenklasse und mit vergleichbaren Formaten. Prüfen Sie zusätzlich, ob Kommentare inhaltlich relevant sind und ob einzelne virale Beiträge den Durchschnitt verzerren. Eine einzelne Prozentzahl reicht für die Auswahl nicht aus.
Follower-Zahl und Engagement-Rate sind Momentaufnahmen. Prüfen Sie vor einer Zusammenarbeit die aktuellen Kennzahlen und die Zielgruppenpassung.
Unterschiedliche Accounts können trotz abweichender Reichweite sehr verschiedene Interaktionswerte zeigen. Bewerten Sie die aktuellen Daten immer im Kontext der Kampagne.
